Senkungen für Schrauben: Arten, Winkel und Normen erklärt #
Zapfensenkungen für Zylinderkopfschrauben (DIN 974-1) #
Welche Schrauben werden mit einer Zapfensenkung verwendet? #
Zapfensenkungen werden typischerweise in Verbindung mit Zylinderkopfschrauben (z. B. DIN 912 / ISO 4762) oder Sechskantschrauben eingesetzt, wenn der Schraubenkopf bündig oder leicht vertieft im Bauteil sitzen soll.
Die Auslegung der Bohrung erfolgt dabei in zwei Schritten:
- Durchgangsbohrung (d1)
Sie richtet sich nach dem Nenndurchmesser der Schraube (z. B. M5, M6) und wird so gewählt, dass die Schraube spannungsfrei durchgesteckt werden kann. - Zapfensenkung (d2 / t1)
Diese ist auf den Kopfdurchmesser und die Kopfhöhe der verwendeten Schraube abgestimmt, sodass der Schraubenkopf formschlüssig aufgenommen wird.
Typische Anwendungsfälle #
- Befestigungen in Aluminium- oder Kunststoffbauteilen
- Montageflächen, bei denen keine hervorstehenden Schraubenköpfe erlaubt sind
- Konstruktionen mit beengtem Bauraum oder beweglichen Bauteilen
- Aufnahmen für abgedeckte oder verdeckte Verschraubungen

| Ø | M3 | M4 | M5 | M6 | M8 | M10 | M12 | M16 | M20 |
| d1 | 3,4 | 4,5 | 5,5 | 6,6 | 9 | 11 | 13,5 | 17,5 | 22 |
| d2 | 6,9 | 9,2 | 11,5 | 13,7 | 18,3 | 22,7 | 27,2 | 34 | 40,7 |
| t1 | 1,8 | 2,3 | 3 | 3,6 | 4,6 | 5,9 | 6,9 | 8,2 | 9,4 |
Praxis-Tipp #
In der Praxis wird die Zapfensenkung häufig minimal tiefer ausgeführt als die reine Kopfhöhe, um Fertigungstoleranzen auszugleichen und ein vollständiges Versenken des Schraubenkopfs sicherzustellen.